Die private Pflegezusatzversicherung: Vergleich der Leistungen und Kosten

Das Risiko pflegebedürftig zu werden ist nicht nur eine Frage des Alters, denn wer auf Grund einer Erkrankung übliche Aktivitäten des Alltags für eine Dauer von mindestens sechs Monaten nicht mehr allein vollziehen kann und daher im regulären Tagesablauf auf Hilfe angewiesen ist, gilt gemäß Sozialgesetzbuch als pflegebedürftig. Das Risiko in jungen Jahren oder im Alter pflegebedürftig zu werden ist real und sollte mit einer privaten Pflegezusatzversicherung abgesichert werden.

PflegezusatzversicherungEine Grundversorgung im Falle der Pflegebedürftigkeit bieten die gesetzliche und die private Pflegeversicherung. Allerdings können die Kosten im Falle einer Pflegebedürftigkeit oftmals nicht allein durch die Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung finanziert werden. Es handelt sich bei diesen um eine Grundversorgung, etwaig auftretende Finanzlücken sind vom Pflegebedürftigen oder dessen Angehörigen zu schließen. Diese können teils enorm sein, vor allem wenn die häusliche Pflege durch Pflegepersonen bzw. Pflegedienst nicht möglich oder ausreichend ist und eine stationäre Unterbringung erfolgen muss. Die Differenz, welche aus eigener Tasche zu decken ist, kann durchaus im vierstelligen Bereich liegen, pro Monat wohl gemerkt. Eine Summe also, die nicht unerheblich ist und für den Pflegebedürftigen oder sogar dessen unterhaltspflichtige Angehörige eine zusätzliche Belastung darstellt.

Wer sich frühzeitig mit einer privaten Pflegezusatzversicherung absichert, der kann von günstigen Beiträgen profitieren. Hier einen private Pflegezusatzversicherung Vergleich der Leistungen und Kosten anfordern und individuelles Angebot erhalten:

Was man zu den Pflegezusatzversicherungen noch wissen sollte:

Warum eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist
Der Pflegezusatzversicherung Vergleich der Formen
Die Pflegezusatzversicherung Kosten

Warum eine private Pflegezusatzversicherung wichtig sein kann

Die Pflegeversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung. Jeder der krankenversichert ist, was durch die Einführung einer Krankenversicherungspflicht theoretisch alle Bundesbürger sind, gilt gleichsam als Pflichtmitglied der Pflegeversicherung. Die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung, ob als Versicherungspflichtiger oder freiwillig Versicherter, sind zwangsläufig in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Wer sich privat krankenversichert zahlt Beiträge zur privaten Pflegeversicherung. Die Leistungen aus der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung sind gleichwertig und abhängig von der jeweiligen Pflegestufe des Betroffenen, sie entsprechen einer Mindestversorgung.

Versicherungsunternehmen bieten mit der privaten Pflegezusatzversicherung ein Produkt, das die eigene finanzielle Belastung im Fall einer Pflegebedürftigkeit vermindert. Die Leistung aus der Pflegezusatzversicherung deckt im versicherten Schadensfall teilweise oder am besten vollständig die Finanzlücke, die sich aus bestehenden Pflegekosten und der Leistung aus der Pflegepflichtversicherung ergibt. Mehr als 1,5 Millionen Bundesbürger haben sich bereits für diese Art der privaten Vorsorge entschieden.

Der private Pflegezusatzversicherung Vergleich der Absicherungsformen

Auf dem Markt werden verschiedene Modelle der privaten Pflegezusatzversicherung angeboten, hier ist zu entscheiden, welche Form die individuell günstigsten Bedingungen beinhaltet.
Zum einen wäre die private Pflegekostenversicherung zu nennen, welche die Leistungen der gesetzlichen bzw. privaten Pflegepflichtversicherung ergänzt. Können die Pflegekosten nicht vollständig durch die Leistung der Pflegepflichtversicherung finanziert werden, begleicht die private Pflegekostenversicherung einen Teil der bestehenden Differenz. Zumeist werden hier prozentuale Werte oder feststehende Höchstbeträge als Maximalleistung vereinbart. Einige wenige Pflegezusatzversicherungen sehen die Zahlung der kompletten Differenz vor. Relevant sind innerhalb der Pflegekostenversicherung die tatsächlichen Pflegekosten, welche auch nachgewiesen werden müssen.

Neben den Rechnungen eines ambulanten Pflegedienstes wird bei vielen Verträgen die Pflege durch eine Pflegeperson durch die Zahlung eines Pflegegeldes eingeschlossen, die Höhe ist zu prüfen, gilt jedoch oft als gering. Vorteil dieser Variante ist, dass die effektiven Kosten berücksichtigt werden, demnach auch die zukünftige Kostenentwicklung. Nachteilig zu betrachten ist, dass sich die Höhe der Leistung aus der privaten Pflegekostenversicherung an der Leistung der Pflegepflichtversicherung bemisst. Eine Leistungskürzung innerhalb der Pflegepflichtversicherung wirkt sich folglich auch auf die Leistungen der Pflegezusatzversicherung aus, damit ändert sich ferner das Verhältnis zwischen Preis und Leistung.

Die Pflegetagegeldversicherung wird nicht von den Leistungen der Pflegepflichtversicherung oder den effektiven Pflegekosten beeinflusst. Die Leistung der privaten Pflegezusatzversicherung definiert sich nämlich als Tagesgeld, das der Betroffene zur freien Verfügung erhält. Die Höhe der Leistung ist abhängig von der Pflegestufe, der Pflegeform und den festgelegten Vereinbarungen (Tagessatz). Dadurch präsentiert sich die Pflegetagegeldversicherung überaus flexibel und transparent, um allerdings auch der zukünftigen Kostenentwicklung Rechnung zu tragen, sollte eine dynamische Steigerung Vertragsbestandteil sein. Gewöhnlich sind die Prämien für eine private Pflegetagegeldversicherung etwas höher als die Beiträge für eine private Pflegekostenversicherung.

Die Kosten der privaten Zusatzpflegeversicherung

Als private Absicherung bestimmt sich die Prämie einer privaten Pflegezusatzversicherung im Allgemeinen nach dem individuellen Risiko des Versicherten. Von Bedeutung sind vor allem der Gesundheitszustand – bereits bestehende Erkrankungen können zu Zuschlägen oder zur Ablehnung führen -, das Geschlecht – Frauen zahlen wegen höherer Lebenserwartung regulär einen höheren Beitrag – sowie das Eintrittsalter. Daher raten Experten Interessenten, eine private Pflegezusatzversicherung bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr abzuschließen. Ein hohes Eintrittsalter hat nicht nur höhere Prämien zur Folge, einige Versicherer setzen ein Höchsteintrittsalter fest.

Neben der Pflegekostenversicherung und der Pflegetagegeldversicherung gibt es zudem die Pflegerentenversicherung, welche eine monatliche Rente für den Fall der Pflegebedürftigkeit des Versicherten vorsieht. Je nach Police richtet sich deren Höhe nach der Vereinbarung im Vertrag, der Pflegestufe sowie gegebenenfalls so bezeichneten Pflegepunkten, die sich auf die täglich erforderliche Hilfeleistung bei bestimmten Aktivitäten beziehen. Als Leistungsfall kommt hier allerdings nicht nur die Pflegebedürftigkeit des Versicherten in Frage. Außerdem können der Todesfall und der Erlebensfall (Altersrente) die Leistungspflicht der Versicherung auslösen. Weil bei der Pflegerentenversicherung gleich drei Risiken abgedeckt werden, ist das Produkt vergleichsweise kostenintensiv. Für die reine Absicherung des Pflegerisikos eignen sich obige Formen eher und auch für die private Altersvorsorge stehen interessantere Verträge zur Verfügung.

Daneben wird die Pflegerentenrisikoversicherung angeboten, die ebenfalls eine monatliche Rente an den Betroffenen auszahlt, aber keine Ansparung für eine Leistung bei Tod oder bei Erleben beinhaltet und daher preiswerter ist als die Pflegerentenversicherung, jedoch meistens teurer als die Pflegekostenpolice oder die Pflegetagegeldpolice. Bei dieser Form ist unbedingt auf die Leistungsbedingungen zu achten, oftmals wird die komplette Rente erst ab Pflegestufe III. gewährt, ansonsten erfolgt eine anteilmäßige Auszahlung.