PKV Vergleich der Anbieter und Tarife 2016

Die private Krankenversicherung bietet einige Vorteile für die Versicherten. Mit einer PKV gehören lange Wartezeiten bei einem Facharzt der Vergangenheit an. Die Leistungsfülle der Verträge übertrifft immer die der gesetzlichen Krankenkassen und die PKV Tarife sind häufig deutlich günstiger als die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung.

private_krankenvollversicherungAber nicht jeder darf in eine private Krankenversicherung wechseln und bei bestimmten Lebenssituationen lohnt sich eine PKV nicht.
Für Selbständige, Freiberufler und besser verdienende Angestelle (mehr als 56.250 € in 2016) ist die private Krankenkasse eine sinnvolle Wahl.
Wer aber mehrere Kinder hat, der profitiert meist mehr von der Familienversicherung der GKV, bei der Kinder beitragsfrei mitversichert sind.

Da die Wahl einer privaten Krankenversicherung gut überlegt werden sollte, ist eine Beratung sinnvoll, denn eine Entscheidung gilt möglicherweise für ein ganzes Leben. Der PKV Tarif kann ganz individuelle Leistungsbausteine enthalten, die Auswirkungen auf Beitrag und Zufriedenheit des Kunden haben. Mit dem Formular kann man eine individuelle, kostenlose und unverbindliche Beratung von einem Fachexperten für ganz Deutschland anfordern. Wer sich erst mal einen Tarifvergleich der Leistungen anzeigen lassen will, der kann den online PKV Vergleichsrechner nutzen und dann ein Angebot zum besten PKV Tarif anfordern.

Hier kann man kostenlos eine individuelle Beratung, Angebot und einen PKV Vergleich der Tarife und Leistungen anfordern, damit auch wirklich die beste private Krankenversicherung gewählt wird:

Inhaltsverzeichnis von Fragen und Antworten bei PKVVergleich365.de
Was ist die private Krankenversicherung?
Was ist eine private Krankenvollversicherung?
Wer kann eine private Krankenvollversicherung (PKV) abschließen?
Was leistet die Versicherungsgesellschaft bei einer Privatversicherung?
Was beeinflusst die Versicherungsprämie einer PKV?
Wie wird der Gesundheitszustand festgestellt?
Ändern sich die Prämien bei einer privaten Krankenkasse regelmäßig?
Sind die Beiträge zu einer privat Krankenversicherung auch im Alter finanzierbar?
Erhalte ich als Versicherter die Rechnungen von Ärzten und Krankenhäusern und muss vorleisten?
Welche Vorteile bietet die private Krankenversicherung?
Welche Nachteile hat die private Krankenkasse?
PKV Vergleich der Vor- und Nachteile auf eine Blick
Für wen eignet sich die private Krankenversicherung besonders?
Besonderheiten der privaten Krankenversicherungen beim Basistarif
Wer darf sich über den Basistarif der privaten Krankenversicherer krankenversichern?
Für wen ist der PKV Basistarif angedacht bzw. geeignet?
Kann ich problemlos den Anbieter bei der PKV wechseln?
Für wen lohnt sich ein Anbieterwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherungen?
Welche Möglichkeiten habe ich – außer dem Anbieterwechsel – eine verbesserte bzw. günstigere Absicherung in der Privaten Versicherung zu bekommen?
Welche Versicherungsarten gehören – neben der Krankenvollversicherung – zum Hauptbegriff der PKV?
Welche Kosten können über eine private Krankenzusatzversicherung abgesichert werden?
Welche privaten Krankenzusatzversicherungen gibt es?
Für wen lohnen sich private Krankenzusatzversicherungen?
Wonach richten sich die Versicherungsbeiträge für eine private Zusatzkrankenversicherung?
Worauf ist bei der Wahl des jeweiligen PKV Tarifes zu achten?

 

Was ist die private Krankenversicherung?

was_ist_private_krankenversicherungMit dem Überbegriff „private Krankenversicherung“ sind zum einen unterschiedliche Formen der privaten Absicherung im Krankheitsfall gemeint. Grundsätzlich muss hier unterschieden werden zwischen der privaten Krankenvollversicherung, der privaten Krankenteilversicherung sowie der privaten Krankenzusatzversicherung.

Die drei Versicherungsformen der privaten Krankenversicherung basieren auf privatrechtlichen Verträgen, Ziel ist im Allgemeinen die Absicherung von Krankheitskosten. Der Versicherte leistet monatlich eine Versicherungsprämie, das Versicherungsunternehmen zahlt dafür im Krankheitsfall anfallende Kosten. Je nach Vertrag übernimmt die Versicherungsgesellschaft die Kosten vollständig, anteilig oder leistet zur gesetzlichen Krankenversicherung hinzu.

Die Krankenvollversicherung wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft als „private Krankenversicherung“ bezeichnet und mit diesem Begriff gleichgesetzt, obwohl hier – wie ausgeführt – eigentlich differenziert werden muss.
Die Vertragsarten werden von privatrechtlichen Versicherungsunternehmen als Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit angeboten, richten sich aber an unterschiedliche Kundenkreise. Die Bezeichnung „private Krankenversicherung“ wird in der Praxis häufig auch für die anbietenden Versicherungsunternehmen gemeinhin verwandt.

Was ist die private Krankenvollversicherung?

Der Versicherungsvertrag einer privaten Krankenvollversicherung besteht zumeist aus mehreren Tarifen mit unterschiedlichen Leistungsbereichen. So schließt eine solche Police stets ambulante und stationäre Krankheitskosten ein sowie Arznei, Verband-, Heil- und Hilfsmittel. Auch die Kosten für ambulante und stationäre Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie die Absicherung von zahnärztlichen bzw. kieferorthopädischen Behandlungen zählen meist zum Versicherungsumfang. Außerdem kann ein Krankentagegeld vereinbart sein.

Demzufolge handelt es sich um eine vollumfängliche Absicherung bei Erkrankungen, deshalb der Begriff „Krankenvollversicherung“. Dieser Begriff wird auch häufig einfach nur mit „PKV“ abgekürzt. Zu einem privaten Krankenvollversicherungsvertrag gehört immer auch eine private Pflegepflichtversicherung.

Wer kann eine private Krankenvollversicherung (PKV) abschließen?

Die private Krankenvollversicherung richtet sich an alle Personen, die nicht über die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert sind. Angesprochen sind jene, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind, zum Beispiel Selbstständige oder Angestellte mit einem Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze), und auch nicht als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben möchten. Die Versicherungspflichtgrenze beträgt 2016 über 56.250 Euro Bruttoverdienst im Jahr.

Wer der privaten Krankenversicherung versicherungstechnisch zuzuordnen ist, muss sich bei einem privatrechtlichen Versicherungsunternehmen krankenvollversichern.
In der Bundesrepublik Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht. Das bedeutet, dass jeder eine Krankenvollversicherung besitzen muss. Diese Versicherungspflicht muss über die gesetzliche Krankenversicherung als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems realisiert werden oder eben über einen privaten Krankenversicherungsanbieter.

pkv_abschliessen
Wer kein Pflichtmitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung absichern oder eine private Krankenvollpolice abschließen. Da die private Krankenvollversicherung nicht per Gesetz an einen bestimmten Versicherungsumfang gebunden ist und demzufolge auch ein höheres Leistungsangebot offerieren kann als die gesetzliche Krankenversicherung, nutzen von der gesetzlichen Versicherungspflicht Befreite gern das Angebot der privaten Krankenvollversicherung.

Was leistet die Versicherungsgesellschaft bei einer Privatversicherung?

leistungen_private_krankenversicherungDie Versicherungsleistung der Privatversicherung im Krankheitsfall orientiert sich anhand der vom Versicherungsnehmer gewählten Tarife. Generell ist das Leistungsangebot der privaten Versicherungswirtschaft nicht per Gesetz beschränkt, wovon aber die gesetzlichen Krankenkassen betroffen sind. Dementsprechend haben die privaten Versicherer die Möglichkeit, eine vollumfängliche Absicherung bei Erkrankung anbieten zu können.

Was man bei der Privatversicherung auswählen kann

Die private Krankenversicherung Leistungen können einer Basisabsicherung entsprechen aber auch höherwertige Leistungen umfassen, wie die Chefarztbehandlung, die Unterbringung im Einbettzimmer, die vollständige Kostenübernahme bei Zahnersatz oder die Erstattung bis zum 3,5 fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte bzw. Zahnärzte oder darüber hinaus. Der Faktor der Gebührenordnung zur Erstattung ist ein bedeutendes Kriterium.

Denkbare Einschlüsse im Vertrag sind zudem Obergrenzen bei der Erstattung definierter Leistungen oder auch die Gewährung einer Rückerstattung bei Nichtinanspruchnahme bestimmter Leistungen. Die detaillierten Regelungen sind dem jeweiligen Vertrag der privaten Krankenvollversicherung zu entnehmen.

Im Gegensatz zu gesetzlich Krankenversicherten können privat Krankenvollversicherte erheblichen Einfluss auf die Gestaltung des Leistungsumfangs nehmen, auch später noch durch einen Wechsel des Tarifs. Zu bedenken ist, dass mit dem Leistungsumfang regulär auch der Versicherungsbeitrag steigt.

Was beeinflusst die Versicherungsprämie einer PKV?

Neben dem Leistungsspektrum des Vertrages bestimmen vor allen Dingen individuelle Faktoren des Versicherten die Prämie einer privaten Krankenversicherung. pkv_beitrag
Insbesondere das Alter und der Gesundheitszustand spielen eine enorme Rolle. Etwaige Vorerkrankungen des Versicherten werden durch Risikozuschläge, Leistungsstaffelungen oder durch Leistungsausschlüsse finanziell durch die Versicherungsgesellschaften gedeckelt, selbst die Aufnahmeverweigerung durch den Versicherer ist möglich (Ausnahme Basistarif).

Gesundheitsfragen sind vor Abschluss des Vertrages üblich und sollten wahrheitsgemäß beantwortet werden – auch bei Vorerkrankungen, da sonst nachträglicher Leistungsausschluss oder gar Vertragskündigung drohen.

Das Geschlecht ist bei den neueren Verträgen nicht mehr von Belang, kann aber bei älteren Tarifen noch Berücksichtigung finden. Der Beruf kann weiterhin ein Faktor sein. Das Einkommen hingegen nimmt keinen Einfluss auf den Beitrag zu einer privaten Krankenvollversicherung, ebenfalls ein Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung kann die Versicherungsprämie vermindert werden.

Wie wird der Gesundheitszustand festgestellt?

gesundheitspruefung_pkvÜblicherweise hat der Antragsteller einen Fragekatalog auszufüllen, wonach der gesundheitliche Zustand eingeschätzt wird. Fragen zu dauerhaften Gesundheitsstörungen, Krankheiten, derzeitigen Beschwerden, einzunehmenden Medikamenten sowie Krankenhausaufenthalten in den vergangenen 10 Jahren sind typisch. Hinterfragt werden gern auch für die Zukunft ärztlich angeratene oder geplante Untersuchungen und Behandlungen.
Speziellere Angaben sind dann zumeist erforderlich, wenn ein derartiges Risiko für den Versicherer besteht. Nachfragen bei behandelnden Ärzten und Krankenhäusern sind nicht unüblich.

Nicht selten fragen die Versicherungsgesellschaften auch, ob bereits ein Antrag zur privaten Krankenversicherung bei einem anderen Anbieter gestellt und abgelehnt wurde oder ob ein privater Krankenversicherungsvertrag bestand und dem Versicherten gekündigt wurde.

Ändern sich die Prämien bei einer privaten Krankenkasse regelmäßig?

Die privaten Versicherungsgesellschaften nehmen regelmäßig – meist am Anfang und in der Mitte des Jahres – Angleichungen der Versicherungsbeiträge vor. Die Beitragsanpassungen bestimmen sich nach den Leistungsausgaben des Versicherers im vorangegangenen Zeitraum, musste die Gesellschaft also oft oder erheblich in Leistung treten, werden sich die Beiträge für den neuen Zeitraum zwangsweise erhöhen.

Dabei sind die notwendigen Angleichungen teilweise auch tarifabhängig. Demnach kann Tarif A einer Versicherungsgesellschaft von einer Beitragssenkung durch Ausgabenminderung profitieren, während bei den Versicherten des Tarifs B höhere Leistungsausgaben zu einer Beitragssteigerung führen. Einsparungen bei den Verwaltungskosten können auch zu einer Verminderung des Beitrags führen.

Sind die Beiträge zu einer privat Krankenversicherung auch im Alter finanzierbar?

private_krankenversicherung_alterDer zu Beginn des PKV Versicherungsvertrages errechnete Beitrag kalkuliert das Risiko der steigenden Krankheitskosten im Alter ein und gilt rechnerisch über die gesamte Laufzeit (Durchschnittswert). In jungen Jahren zahlt der privat Krankenversicherte folglich einen höheren Beitrag als notwendig. Der überschüssige Teil der Beiträge wird als Rückstellungen verzinslich angelegt und trägt dafür Sorge, dass die Beiträge auch im Alter relativ konstant bleiben können (Altersrückstellungen).

Nichtsdestotrotz müssen die Versicherer durch generelle Mehrausgaben, zum Beispiel durch neue, kostenintensive Behandlungsmethoden und Medikamente, durch gesteigerte Lebenserwartung, durch neue Krankheitsprofile, durch häufigeres Auftreten von Erkrankungen etc., die Prämien regelmäßig während der Versicherungslaufzeit geringfügig angleichen, was Beitragserhöhungen aber auch Beitragssenkungen zur Folge haben kann.

Im Vergleich dazu ist anzuführen, dass die gesetzliche Krankenversicherung ebenfalls mit Erhöhung des Beitragssatzes und der Beitragsbemessungsgrenze zu kämpfen hat und das trotz Reduzierung des Leistungskatalogs. Mittlerweile müssen einige gesetzliche Krankenkassen sogar Zuschläge von ihren Versicherten verlangen.

Erhalte ich als Versicherter die Rechnungen von Ärzten und Krankenhäusern und muss vorleisten?

Im Sinne der privaten Krankenvollversicherung schließen behandelnder Arzt und Versicherter einen Behandlungsvertrag miteinander, weshalb der Versicherte im Regelfall auch die Rechnung hierfür erhält. private_krankenkasse_rechnungen
Die Rechnung reicht der Versicherungsnehmer bei seiner Versicherungsgesellschaft ein, die den Rechnungsbetrag gemäß Tarif und unter Berücksichtigung von etwaigen Selbstbeteiligungen und Staffelungen zeitnah erstattet (gilt auch bei Medikamenten).

Ob der Versicherte bei ambulanten Behandlungen nun tatsächlich praktisch in Vorleistung gehen muss, hängt von der Zahlungsfrist der Rechnung und der Bearbeitungsdauer des Versicherers ab.
Stationäre Behandlungen werden in der Praxis üblicherweise gleich zwischen Klinik und privatem Krankenversicherungsunternehmen abgerechnet.

Welche Vorteile bietet die private Krankenversicherung?

Der wohl attraktivste Aspekt einer privaten Krankenversicherung ist die Tatsache, dass der Versicherungsnehmer während der Versicherungslaufzeit stets Einfluss auf die Leistungen im Krankheitsfall (Tarifwahl und späterer Tarifwechsel) sowie auf die Versicherungsprämien nehmen kann (Tarifwahl, Tarifwechsel, Selbstbeteiligung usw.). Da Fachärzte auf die Einnahmen von PKV Patienten nicht verzichten wollen, werden Privatversicherte fast immer bevorzugt bei der Terminvergabe berücksichtigt.

Der Leistungsumfang wird vom Versicherten selbst bestimmt (ausgenommen Leistungsausschluss durch Vorerkrankung) und nicht durch Dritte wie dem Gesetzgeber, der die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung immer wieder beschränkt. Und die Leistungen gelten, wenn kein Tarifwechsel gewünscht ist, die gesamte Laufzeit über.
Vorteilhaft für alle Besserverdienenden ist außerdem der Sachverhalt, dass das Einkommen bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages keine Berücksichtigung findet (Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung).

Welche Nachteile hat die private Krankenkasse?

nachteile_pkvVorerkrankungen des Versicherten können zu Risikozuschlägen, Leistungsstaffelungen und sogar zum entsprechenden Leistungsausschluss führen. Private Krankenversicherer unterliegen keinem Aufnahmezwang, können einen Versicherten auch ablehnen. Eine Ausnahme bildet der Basistarif. Dennoch sollten Gesundheitsfragen stets ehrlich beantwortet werden, weil ein Leistungsausschluss nachträglich droht und der Versicherer dann sicher wenig kulant reagiert.

Da sich der Versicherungsbeitrag der privaten Krankenkasse nach dem spezifischen Risiko des Versicherten bemisst, also vorrangig vom Gesundheitszustand und Alter abhängt, gibt es keine beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen. Lebenspartner und Kinder müssen eigenständige private Krankenvollpolicen abschließen mit jeweiligem Versicherungsbeitrag.

Regulär ist der Versicherte bei der PKV der Vertragspartner des behandelnden Arztes, weshalb ihm für ambulante Behandlungen Rechnungen gestellt werden. Der privat Krankenversicherte tritt in Vorleistung und übergibt die Rechnung seinem Versicherer zur Erstattung.

Soweit die Theorie. In der Praxis muss der Versicherte nicht unbedingt in Vorleistung treten, sofern die Versicherungsgesellschaft die Anträge zügig bearbeitet und der behandelnde Arzt bzw. die Verrechnungsstelle ein entsprechendes Zahlungsziel stellt. Stationäre Behandlungen, die normalerweise recht kostenintensiv sind, werden sowieso für gewöhnlich direkt zwischen Klinikum und Versicherungsgesellschaft abgerechnet, so dass der Versicherte außen vor bleibt.

PKV Vergleich der Vor- und Nachteile auf eine Blick

Die Vorteile und Nachteile der privaten Krankenversicherung in der Kurzübersicht:

Vorteile der privaten KrankenversicherungNachteile der privaten Krankenversicherung
Versicherter kann Leistungsumfang frei wählen (kein Einfluss des Gesetzgebers) und zwar zu Beginn des Vertrages und auch während der LaufzeitVorerkrankungen können Risikozuschläge, Leistungsstaffelungen, Leistungsausschlüsse verursachen
Versicherter kann über Tarifwahl, Tarifwechsel und Selbstbeteiligung die Prämie beeinflussenkeine beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen
Leistungen bleiben ohne vom Versicherten initiierten Tarifwechsel während des Vertrages gültig; lebenslange, gleichbleibend gute Krankenleistungen möglichbei ambulanten Behandlungen muss der Versicherte möglicherweise in Vorleistung treten und die Rechnung vorab begleichen
Einkommen bleibt unberücksichtigt

Für wen eignet sich die private Krankenversicherung besonders?

Die Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. die Zuweisung zur privaten Krankenversicherung ist natürlich prinzipiell Vorraussetzung um in die PKV wechseln zu können. Grundsätzlich eignet sich die private Krankenversicherung für alle jene, die ihre Krankenleistungen frei wählen wollen bzw. einen besseren Krankheitskostenschutz wünschen als die gesetzliche Krankenversicherung bieten kann. Darüber hinaus richtet sich die private Krankenversicherung vor allem an Besserverdienende, da die Beiträge einkommensunabhängig erhoben werden. Der Eintritt in jungen Jahren ist empfohlen, so können ausreichend Rückstellungen für einen stabilen Beitrag im Alter angespart werden.

Besonderheiten der privaten Krankenversicherungen beim Basistarif

Der Basistarif der PKV wurde im Zuge der Krankenversicherungspflicht in Deutschland eingeführt und ist im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gleichgestellt. Darüber hinaus gibt es im Basistarif der privaten Krankenversicherung weder Risikozuschläge noch Leistungsausschlüsse und es herrscht Aufnahmezwang. Private Krankenversicherungsunternehmen sind demnach zur Versicherung verpflichtet, sofern der Basistarif zusteht.
Nicht nur hinsichtlich der Leistungen orientiert sich der Basistarif der privaten Krankenversicherer an der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Versicherungsprämie des PKV Basistarifs darf zudem maximal dem Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Die Versicherungsprämie des Basistarifs kann des Weiteren um die Hälfte reduziert werden, sofern der Versicherte hilfebedürftig ist oder durch die Zahlung dieser Prämie hilfebedürftig werden würde. Sollte selbst der halbierte Basistarifbeitrag nachweislich nicht vom Krankenversicherten allein getragen werden können (Hilfebedürftigkeit), tritt das Sozialsystem in Leistung und beteiligt sich.

Wer darf sich über den Basistarif der privaten Krankenversicherer krankenversichern?

basistarif_private_krankenversicherungenUnversicherte Personen, die nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind und der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind, können sich mittels des Basistarifs absichern und so der Versicherungspflicht in Deutschland nachkommen.
Wer bereits Mitglied der privaten Krankenvollversicherung ist, kann gleichfalls in den Basistarif wechseln und zwar sofern der Versicherungsvertrag nach dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen wurde ohne Weiteres und sofern die Police bis zu jenem Datum unterzeichnet wurde ab Vollendung des 55. Lebensjahres bei Renten- bzw. Pensionsbezug oder Hilfebedürftigkeit.
Auch freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung haben zeitweise die Möglichkeit, in einen private Krankenversicherung-Basistarif zu wechseln (binnen 6 Monaten nach Eintritt der Wechseloption).

Für wen ist der PKV Basistarif angedacht bzw. geeignet?

  • Unversicherte, die der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind (Versicherungspflicht) und wegen Vorerkrankungen von anderen privaten Krankenvolltarifen ausgeschlossen werden
  • Privat Krankenvollversicherte mit Verträgen, die hohe Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen beinhalten, könnten vom Basistarif profitieren
  • durch die Beitragsreduzierung bei Hilfebedürftigkeit und drohender Hilfebedürftigkeit könnte der Basistarif für Unversicherte, die der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind, sowie privat Krankenvollversicherte interessant sein

Kann ich problemlos den Anbieter bei der PKV wechseln?

Prinzipiell ist ein Wechsel des Versicherungsunternehmens in der privaten Krankenvollversicherung möglich, etwaige Mindestvertragslaufzeiten sowie Kündigungsfristen sind natürlich einzuhalten. Ein Sonderkündigungsrecht kann von den PKV Versicherten bei einer Beitragserhöhung ausgeübt werden.der PKV Wechsel

Zu bedenken ist, dass ein neuer Anbieter in aller Regel eine erneute Gesundheitsprüfung vornimmt. Ist der Versicherte während der Vertragslaufzeit bei seinem alten Anbieter erkrankt, stehen beim neuen Anbieter eventuell Risikozuschläge, Leistungsstaffelungen oder gar Ausschlüsse an. Auch das Eintrittsalter ist ein prämienentscheidendes Kriterium und Altersrückstellung werden nur bedingt berücksichtigt.

Bei der Mitnahme der Altersrückstellungen, die der vorherige Anbieter angesammelt hat, um einen stabilen Beitrag im Alter gewährleisten zu können, geht es zudem leider nicht immer reibungslos. Bestandskunden mit Eintritt in die private Krankenvollversicherung vor 2009 können ihre Rückstellungen beim Anbieterwechsel nicht mitnehmen und erleiden damit womöglich einen nicht unerheblichen finanziellen Verlust.

Für Personen, die ab 2009 in der privaten Krankenversicherung vollversichert waren, sieht die Lage geringfügig günstiger aus. Die gebildeten Altersrückstellungen können hier bei einem Krankenkassenwechsel teilweise auf den neuen Anbieter übertragen werden, der Höhe nach entsprechend dem PKV Basistarif.

Für wen lohnt sich ein Anbieterwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherungen?

Weil die beim Altanbieter gebildeten Rückstellungen fürs Alter nur bedingt mit zum neuen PKV Anbieter mitgenommen werden dürfen, lohnt sich ein Anbieterwechsel nur für Versicherte, die noch nicht lange privat krankenversichert sind.

Generell gilt die Mitnahme der Altersrückstellungen für ab 2009 Versicherte. Da aber auch nur die Rückstellungen entsprechend dem Basistarif transferiert werden dürfen, muss individuell geprüft werden, inwieweit zuvor gebildete Rückstellungen bei einem Wechsel verloren gehen und ob sich der Wechsel dahingehend überhaupt lohnt. Außerdem sind Eintrittsalter und Gesundheitszustand zentrale Faktoren bei der Berechnung der Prämie der privaten Krankenvollversicherung.

Demzufolge lohnt sich ein PKV Wechsel vor allen Dingen für junge, gesunde Versicherte, die noch nicht lange in der privaten Krankenversicherung abgesichert sind und bei denen der etwaige Verlust der Rückstellungen überschaubar ist.

Welche Möglichkeiten habe ich – außer dem Anbieterwechsel – eine verbesserte bzw. günstigere Absicherung in der privaten Versicherung zu bekommen?

Statt vorschnell die private Krankenversicherung zu wechseln, sollten Versicherte prüfen, ob ein Tarifwechsel innerhalb der Versicherungsgesellschaft schon zum gewünschten Erfolg führt. Die PKV Versicherungsprämien lassen sich zum Beispiel auch über Selbstbeteiligungen senken. Des Weiteren sollten Versicherte vorher abklären, ob eine erneute Gesundheitsprüfung bei Eintritt in einen Tarif mit verbesserten Leistungen gefordert ist. Dies ist auch für private Versicherte relevant, die aktuell einen günstigen Tarif suchen, aber später womöglich in einen leistungsstarken Tarif zurückwechseln möchten.

Welche Versicherungsarten gehören – neben der Krankenvollversicherung – zum Hauptbegriff der PKV?

Die private Krankenteilversicherung und die private Krankenzusatzversicherung werden weiterhin von den Versicherungsgesellschaften im Rahmen der privaten Krankenvorsorge offeriert.
Bei der privaten Krankenteilversicherung werden nicht alle Krankheitskosten übernommen, sondern nur ein bestimmter Teil. Diese private Krankenversicherung eignet sich für Personen, die von einer anderen Stelle bereits eine teilweise Absicherung der Krankheitskosten gewährt bekommen, zum Beispiel Beamte mit Anspruch auf Dienstherrenbeihilfe.
Die private Krankenzusatzversicherung versichert zusätzliche Risiken und Kosten, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt werden.

Welche Kosten können über eine private Krankenzusatzversicherung abgesichert werden?

private_krankenzusatzversicherungDas Leistungsspektrum der privaten Krankenzusatzversicherung ist breit gefächert. Die Policen zielen darauf ab, den niedrigen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz zu verbessern.

So kann beispielsweise über eine stationäre Zusatzversicherung die Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringung in einem Einbettzimmer finanziell gesichert werden. Die Zahnzusatzversicherung bietet höhere Erstattungen bei der Zahnbehandlung, der Kieferorthopädie, beim Zahnersatz und prophylaktischen Maßnahmen als es die gesetzlichen Kassen gewähren. Erhöhter Schutz bei Krankheiten im Ausland kann über eine Auslandskrankenpolice realisiert werden, während mittels der Krankentagegeldversicherung ein Tagegeld bei Krankheit vereinbart werden kann.

Welche privaten Krankenzusatzversicherungen gibt es beispielsweise?

  • Ambulante und Stationäre Zusatzversicherung
  • Zahnzusatzversicherung
  • Pflegezusatzversicherung
  • Krankentagegeldversicherung
  • Krankenhaustagegeldversicherung
  • Auslandskrankenversicherung

Für wen lohnen sich private Krankenzusatzversicherungen?

Von den meisten privaten Krankenzusatzversicherungen werden insbesondere die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung angesprochen. Mittels dieser Policen kann der per Gesetz festgelegte Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung erhöht werden, für den Versicherten bedeutet dies verbesserte Leistung trotz gesetzlicher Krankenkasse.

Dies macht sich nicht nur bei der Erstattung (weniger oder gar keine Zuzahlung; auch Übernahme von alternativen Behandlungen etc.), sondern im allgemeinen Umgang mit Ärzten und Krankenhäusern bemerkbar. Zahnersatz Zusatzversicherungen sowie Ambulante und Stationäre Zusatzversicherungen sind bei den gesetzlich Krankenversicherten beliebt.
Andererseits sind zudem privat Krankenversicherte von einigen Krankenzusatzversicherungen angesprochen und verbessern hiermit ihren vorhandenen privaten Krankenschutz. Zum Beispiel die Krankenhaustagegeldversicherung und die Pflegezusatzversicherung sind in diesem Bereich von Interesse. Diese Policen richten sich sowohl an gesetzlich Krankenversicherte als auch an privat Krankenvollversicherte.

Wonach richten sich die Versicherungsbeiträge für eine private Zusatzkrankenversicherung?

versicherungsbeitrag_zusatzkrankenversicherungAuch bei den privaten Zusatzkrankenversicherungen ist das spezifische Risiko des zu Versichernden von Bedeutung. Alter und Gesundheitszustand sind relevant, bei einigen Krankenzusatzversicherungen gibt es sogar Altersgrenzen. Risikozuschläge, Leistungsstaffelungen usw. sind ebenfalls denkbar.

Ablehnungen auf Grund von Vorerkrankungen sind bei den privaten Krankenzusatzversicherungen ebenfalls möglich. Das Geschlecht kann eine Rolle spielen (Frauen haben eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung).
Ein weiteres zentrales Kriterium ist selbstredend der Leistungsumfang. Auch bei den privaten Zusatzpolicen finden sich Tarife mit Basisschutz und Tarife mit überdurchschnittlichen Leistungen. Je größer der Versicherungsschutz, umso höher ist in der Regel der Beitrag.

Worauf ist bei der Wahl des jeweiligen PKV Tarifes zu achten?

Zu prüfen ist in jedem Fall, ob die PKV Versicherungsgesellschaft nur dann zahlt, wenn die gesetzliche Krankenkasse in Leistung tritt oder ob die Versicherungsleistung der Höhe nach abhängig ist von den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Dies ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen veränderlich sind, ein bedeutsamer Aspekt.

Leistet die gesetzliche Krankenkasse nicht, bleibt die private Krankenzusatzversicherung im schlechtesten Fall unberührt. Ist die Leistung der Gesetzlichen sehr gering und die Zusatzversicherung bemisst sich an dieser, könnte der Versicherte auf hohen Kosten sitzen bleiben. Ein fester Erstattungssatz auf die tatsächlichen Kosten ist oft von Vorteil, wobei dies natürlich vor allen Dingen davon abhängt, um welche private Krankenzusatzversicherung es sich handelt.

Auch (zeitliche) Obergrenzen sind zu prüfen.
Ferner ist zu kontrollieren, auf welchen Gebührensatz für Ärzte und Zahnärzte sich die Erstattung der privaten Krankenzusatzversicherung bezieht. Nicht selten wird gerade bei schwerwiegenden Behandlungen ein erhöhter Satz in Rechnung gestellt, zahlt die Versicherungsgesellschaft aber nur den einfachen Satz, fallen für den Versicherten Kosten an.